Lehren und Lernen

Hauptaufgabe der Grundschule ist es, den Schülern in einem Prozess von Lehren und Lernen Wissen zu vermitteln. Die Kinder kommen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zur Schule, haben verschiedene Interessen und entwickeln sich mit unterschiedlichem Tempo. Der Unterricht knüpft an die Voraussetzungen der Kinder an und ermöglicht unterschiedlichen Zugang zu den Unterrichtsinhalten. Die Lehrenden organisieren die Lerninhalte und die Lernumgebung für einen anspruchsvollen, freudbetonten Unterricht.

Aufgrund ständiger Analyse und Gesprächen zwischen allen Lehrenden werden alle Kinder in ihrem Lernprozess begleitet und unterstützt.

Der Förderunterricht und Integration hilft Entwicklungsrückstände abzubauen und Begabungen zu fördern.

Fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten ist Unterrichtsprinzip bei möglichst vielen Themen. Außerschulische Lernorte stellen eine Bereicherung des Unterrichts dar.

 

Unterrichtsarbeit

Grundlage für die tägliche Unterrichtsarbeit bilden die Entwicklung von Lern-, Sach- und Methodenkompetenz sowie das Vorhandensein anwendungsbereiten Wissens. Die Kinder sollen lernen, wie man richtig lernt. Das heißt, wie man Lernvorgänge plant, aufbaut, überwacht und auswertet. Dazu gehört auch, dass sie motiviert an Lernprozesse herangehen und die Fähigkeit entwickeln, sich selbständig Wissen anzueignen und dieses dauerhaft zu behalten. Dazu lernen die Kinder verschiedene Lern- und Arbeitstechniken kennen. Diese sind beim späteren Lernen, Arbeiten und Leben notwendig und müssen universell einsetzbar sein. Dazu werden die Schülerleistungen und die Methodik und Didaktik des Unterrichtes von den Lehrern regelmäßig analysiert Die Leistungsermittlung und –bewertung wird jährlich zu Schuljahresbeginn hinterfragt. Neue Erkenntnisse der Lernforschung und aus Fortbildungen werden im Kollegium diskutiert und fließen in die Weiterentwicklung der Bewertung an der Grundschule ein.

 

Besondere Beachtung finden folgende Schwerpunkte:

 - Lese- und Schreibtechnik erwerben

 - rechnen lernen

 - grundlegendes Wissen der unterschiedlichen Fächer als Voraussetzung für weiterführendes Lernen erwerben

 - Verbesserung der Sprach- und Lesekompetenz und Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit in allen Fächern

 - Gesprächstechniken und partnerbezogenes Sprechen erlernen

 - Informationen zu verschiedenen Themen in unterschiedlichen Medien aufsuchen

 - Präsentationstechniken kennen lernen und anwenden

 - selbständiges Lernen und Vorbereitung auf Leistungsüberprüfungen üben

 - Formen der Selbstkontrolle kennen lernen

 - in verschiedenen Sozialformen arbeiten können

 - Klassen- und Schulprojekte gemeinsam organisieren und durchführen

 - Arbeitsplatz richtig einrichten können

 - Zeit beim selbständigen Arbeiten einteilen

 - Phasen von Anspannung und Entspannung unterscheiden

 - Selbstmotivation sowie Aufmerksamkeit und Konzentration trainieren

 - jährlich ein Projekt innerhalb der Klasse fachübergreifend und ein Schulprojekt fach- und jahrgangsübergreifend

 - außerschulische Lernorte während Unterrichtsgängen und Wandertagen besuchen

 

Integration und Förderunterricht

Gemäß der Grundschulordnung wird der Förderunterricht gemäß dem individuellen Förderbedarf des jeweiligen Schülers durchgeführt. Im Förderunterricht sollen Entwicklungsrückstände abgebaut, Teilleistungsschwächen verringert und Bega-bungen gefördert werden. Die Teilnahme am Förderunterricht ist für jeden Schüler verbindlich. Die Lehrer der Fächer Deutsch und Mathematik legen gemeinsam Fördergruppen fest. Danach erfolgt dann eine differenzierte Arbeit nach Förderschwerpunkten für die einzelnen Schüler. Je nach Bedarf werden Möglichkeiten geschaffen, dass Schüler auch im Förderunterricht der unter- oder übergeordneten Klasse teilnehmen, um noch besser auf Entwicklungsrückstände einzugehen bzw. Begabungen zu fördern.

An unserer Grundschule werden Kinder mit sprachlichem, körperlich-motorischem und sozial-emotionalem Förderschwerpunkt integrativ unterrichtet. Der Unterricht erfolgt in Einzelförderung parallel zum Klassen- oder im Gruppenunterricht zusätzlich zum regulären Unterricht. Als Hilfe und Unterstützung während des Unterrichts können wir auf die Hilfe von Schulbegleitern zurück greifen. Die Lehrerinnen der Förderschulzentren in Torgau und Leipzig stehen uns bei speziellen Fragen wie Inhalte, Analyse und Erstellung von Förderplänen hilfreich zur Seite. Der Integrationslehrer hält Kontakt zu allen in der Klasse unterrichtenden Kollegen und spricht bestimmte Vorgehensweisen und Übungsschwerpunkte ab. Er ist verantwortlich für die Erstellung der Förderpläne und hält kurzfristig Kontakt zu den Eltern.

Bei Bedarf bietet der Beratungslehrer zusätzliche Stunden zur Förderung von Kindern mit Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben sowie Konzentrationstraining und Aufmerksamkeitsschulung an.

 

Fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen

In vielen Themenbereichen der einzelnen Unterrichtsfächer ist das fachübergreifende Arbeiten stattfindendes Unterrichtsprinzip, da der Unterricht in der Grundschule an die Erfahrens- und Erlebniswelt der Kinder anknüpft. Das Leben zeigt sich nicht in Einzelheiten, sondern in seiner Ganzheit. Ein zu lernender Sachverhalt hat immer verschiedene Seiten und so müssen auch die Themen, die im Unterricht von Bedeutung sind, von mehreren Perspektiven aus betrachtet werden. Auf Klassenbasis bilden die Themen des Deutschunterrichts die Grundlage für die Verteilung der Stoffgebiete im Schuljahresablauf. Alle anderen Fachlehrer kennen die Abfolge und richten sich nach Möglichkeit mit ihrer thematischen Abfolge danach. Unser kleines Lehrerkollegium ermöglicht schnelle Absprachen der Kollegen untereinander, sodass an einem Schwerpunkt in vielen Fächern gleichzeitig gearbeitet werden kann. In jedem Schuljahr wird ein größeres fächerübergreifendes Projekt von den Klassenleitern geplant und innerhalb der Klasse in gemeinsamer Vorbereitung mit allen unterrichtenden Kollegen durchgeführt.

 

Einmal im Schuljahr führt die Grundschule ein fächerverbindendes Schulprojekt durch. Das Thema wird in der Lehrerkonferenz vor Schuljahresbeginn gemeinsam festgelegt. Die konkrete Planung des Inhaltes und der Durchführung erfolgt im Laufe des Schuljahres. Dabei werden alle an der Schule unterrichtenden Lehrer und Fächer einbezogen. Es wird immer nach Möglichkeiten gesucht, dieses Projekt jahrgangsübergreifend zu planen, da sich hier Sozialkompetenz fördern lässt und leistungsschwache und –starke Schüler von- und miteinander lernen können. Während des Schulprojekts sollen die Schüler sich aktiv und selbständig mit dem Inhalt auseinandersetzen können. Unterschiedliche Herangehensweisen, individuelle Lernvoraussetzungen und Lerntempo finden hier besondere Beachtung. Die Schüler sollen erfahren und erleben, dass sich Anstrengung lohnt, dass jeder etwas leisten kann und dafür Beachtung und Anerkennung erhalten. Dazu bietet diese Art der Projektdurchführung beste Möglichkeiten.

 

Soziale Kompetenzen und Werteorientierung 

Ein angemessenes Lernklima setzt Rücksichtnahme und gegenseitigen Respekt aller Beteiligten voraus. Unterschiedliche Lebenserfahrungen und Wertvorstellungen müssen berücksichtigt werden folgende Vereinbarungen sollen helfen, das Miteinander leben und lernen konfliktfreier zu gestalten:

- Regeln für das Zusammenleben in der Gemeinschaft entwickeln einhalten

- angemessene Umgangssprache pflegen

- Werte und Normen im alltäglichen Umgang erleben, Anerkennung erfahren und anderen mit Wertschätzung begegnen

- eigene Leistungen und Leistungen anderer nach vorgegebenen und selbst gewählten Kriterien einschätzen und kritische Anmerkungen als Entwicklungsmöglichkeit verstehen lernen

- Verantwortung für sich und andere übernehmen

- kleine Dienste innerhalb der Klasse und Schule übernehmen

- Vermittlung von Regeln beim Arbeiten in den verschiedenen Unterrichts- und Sozialformen

- Morgenkreise zur Festlegung von gemeinsamen Zielen und Auswertungen nutzen

 

Gesundheits- und Suchtprävention

Bereits im Kindergarten und zu Hause machen die Kinder erste Erfahrungen in der Gesundheitserziehung und Suchtprävention. Die Bedeutsamkeit für die Gruppe, Familie oder den Einzelnen kann dabei aufgrund eigener Erfahrungen der Betreuungspersonen sehr unterschiedlich sein. Im Sachunterricht der Grundschule stehen Lerninhalte im Mittelpunkt, die im engen Zusammenhang mit Gefahr und Schutz für Körper und Leben stehen. Die Kinder erfahren, dass sie zunehmend selbst für ihre Gesundheit Verantwortung tragen und welche Gefahren bestehen können. Sie lernen Gefahren ab- und einzuschätzen. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, was man tun kann, um gesund zu bleiben und sich zu schützen. Der Klassenlehrer organisiert außerdem mindestens eine Veranstaltung pro Schuljahr zu diesem Thema mit außerschulischen Partnern. Dabei stehen uns das Gesundheitsamt, Krankenkassen, Apotheken, Polizei, private Praxen und selbständig arbeitende Personen zur Seite und werden Lehrer für eine kurze Zeit.

 

Während des Unterrichtstages besteht für die Kinder immer die Möglichkeit sich zu bewegen. Die Aktivpause nach der zweiten Stunde findet bei fast jedem Wetter statt. Hier können sich die Kinder mit verschiedenen Spielgeräten erholen und neue Kraft für den Schultag tanken. Auch während einer größeren Mittagspause besteht die Möglichkeit zur aktiven Erholung. Unsere Mädchen und Jungen nehmen an zahlreichen sportlichen Veranstaltungen und Wettkämpfen zwischen Schulen des Kreises Torgau teil. Im Sportunterricht wird Bewegung auf vielfältige Art und Weise praktiziert. Zusätzlich bieten wir unseren Kindern Arbeitsgemeinschaften an, die sich mit Sport und Bewegung beschäftigen. Während der Ganztagsangebote finden sportliche und bewegungsintensive Angebote immer wieder Platz.